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Die Ergebnisse an (junge) Menschen in der eigenen Stadt herantragen ​

Peer-to-Peer-Kampagne ​

Bei einer Peer-to-Peer-Kampagne sprechen Teilnehmende ihre eigenen Netzwerke direkt an. Da am Projekt Teilnehmende aus genau den Gruppen beteiligt sind, die mit den Projektergebnissen erreicht werden sollen, können sie Informationen wirksam und auf eine Weise weitergeben, die für ihr Umfeld besonders geeignet ist. Peer-to-Peer-Kampagnen bieten den Vorteil, viele Menschen in den gewünschten Zielgruppen auf die passendste Art zu erreichen. Durch den Austausch mit Gleichaltrigen vertiefen Teilnehmende zudem ihr eigenes Wissen und gewinnen an Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeit.

Um Teilnehmende vorzubereiten, sollten die Workshops eine Einführung in die Grundlagen der zugänglichen Kommunikation von Forschungsergebnissen sowie praktische Übungen zur Botschaftsgestaltung und zur Übersetzung von Fachsprache in Alltagssprache umfassen. Je nach Interesse können Teilnehmende eigene Texte, Grafiken oder sogar kurze Videos für die sozialen Medien erstellen oder einen Blog oder Podcast begleitend zum Forschungsprozess führen. Hilfreiche Ressourcen könnten leicht anpassbare Vorlagen, Zugang zu Werkzeugen für Video- und Audioproduktion sowie eine Finanzierung für bezahlte Social-Media-Kampagnen umfassen.

Öffentliche Veranstaltungen ​

Eine Abschlussveranstaltung am Ende des Forschungsprozesses bietet die Gelegenheit, die Ergebnisse der Mitforschenden in die breitere Stadtgesellschaft zu tragen, sie mit anderen jungen Menschen und lokalen Akteur*innen zu diskutieren und erste Lösungsansätze für eine weiterentwickelte Jugendbeteiligung in der Stadt zu entwerfen. Diese Veranstaltung könnte stattfinden, nachdem die Forschungsphase abgeschlossen ist und die Mitforschenden erste Ergebnisse identifiziert haben.

Die Abschlussveranstaltung richtet sich an einen größeren Personenkreis als nur die Mitforschenden: junge Menschen, städtische Entscheidungsträger*innen, lokale Fachleute, interessierte Akteur*innen und Mitglieder der Öffentlichkeit. Eine Abschlussveranstaltung bietet außerdem eine gute Gelegenheit, Eindrücke von Beteiligten einzuholen und die lokale Presse einzuladen. Sie könnte in städtischen Räumlichkeiten oder einem öffentlich zugänglichen Ort stattfinden, etwa einem Veranstaltungsraum oder sogar einem Einkaufszentrum.

Mitforschende sollten in die Gestaltung des Programms der Veranstaltung eingebunden werden. Das Programm sollte den Mitforschenden die Möglichkeit bieten, ihre Ergebnisse aus dem Projekt vorzustellen, etwa in einer Slideshow oder einem Gallery Walk, sowie Gelegenheiten, die Ergebnisse mit Akteur*innen und der Öffentlichkeit zu diskutieren, zum Beispiel durch Feedback-Möglichkeiten während des Gallery Walks oder in einer Fishbowl-Diskussion. Zusätzlich können partizipative Workshops, die einzelne Aspekte der Ergebnisse vertiefend besprechen und die Einbindung der anwesenden Akteur*innen und der Öffentlichkeit weiter stärken.

Ich bin einfach unglaublich begeistert. Zunächst einmal ist es einfach belebend, mit jungen Menschen zusammen zu sein, die sich dafür einsetzen, ihre Communities besser zu machen. Die letzten paar Tage in dieser Gruppe waren für mich beeindruckend. Aber noch wichtiger ist, welche Ideen dabei entstehen und wie wir helfen können, sie zum Leben zu erwecken.

Brian Collier

Projektfördernder, The Gambrell Foundation

Wir werden uns die Ergebnisse genau ansehen und darüber nachdenken: Was bedeuten sie für unsere Strukturen? Was könnte das für zukünftige Konzepte oder Projekte bedeuten? Und wo müssen wir wirklich noch einmal genauer hinschauen, bei dem, was wir tun, und bei der Art, wie wir Jugendbeteiligung gestalten?

Sandra Schwoll

Amt für Soziales und Jugend, Stadt Düsseldorf

Fallbeispiel: Ablauf der „Co-Creating Our City“-Abschlussveranstaltung in Düsseldorf

Ziele

Jugendbeteiligung stärken

  • Citizen Scientists teilen ihre gemeinsamen Ergebnisse zu Bedürfnissen und Herausforderungen der Jugendbeteiligung in Düsseldorf
  • Konkrete Vorschläge entwickeln und diskutieren, um junge Menschen besser in politische und zivilgesellschaftliche Prozesse einzubinden
  • Den Dialog auf Augenhöhe zwischen jungen Menschen, Politik, Verwaltung und Expert*innen für Stadtgesellschaft ausbauen

Konkrete Lösungen für Düsseldorf

  • Initiativen identifizieren, an denen die Stadtverwaltung und junge Menschen gemeinsam arbeiten können
  • Einbindung von Entscheidungsträger*innen, um die tatsächliche Umsetzung der Ideen zu fördern
  • Besprechung konkreter nächster Schritte und Möglichkeiten, die Vorschläge in die Stadtpolitik zu übernehmen

Ablauf

Ankunft (30 Min.)

  • Getränke und Snacks
  • Informeller Austausch
  • Präsentation der Projektergebnisse als Gallery Walk

Eröffnung (10 Min.)

  • Grußworte, zum Beispiel von einer Vertretung der Stadt und einer jungen Person

Willkommen und Einführung (20 Min.)

  • Projektvorstellung (eventuell mit Video?)

  • Präsentation der Ergebnisse

  • Einführung in das Bar-Camp-Format

Themen sammeln und Sitzungen planen (20 Min.)

  • Alle Teilnehmenden schlagen Themen für die Sitzungen vor (etwa auf Karten oder digital über Miro/Padlet)
  • Gemeinsames Clustern und Auswählen der Themen
  • Erstellung eines Sitzungsplans mit parallelen Diskussionsrunden

Pause (15 Min.)

  • Wechsel zu den Sitzungen

Parallele Sitzungen (2 x 40 Min., 10 Min. Pause zum Wechsel)

  • Zwei Diskussionsrunden zu unterschiedlichen Themen
  • Moderation und Dokumentation der Sitzungen durch Citizen Scientists oder Bar-Camp-Teilnehmende

Pause und informeller Austausch (15 Min.)

  • Gelegenheit zur Vernetzung und für Einzelgespräche

Zusammenfassung der Ergebnisse (30 Min.)

  • Kurze Präsentation der wichtigsten Erkenntnisse aus den Sitzungen
  • Besprechung der nächsten Schritte und Umsetzungsmöglichkeiten

Abschluss und Selbstverpflichtung (20 Min.)

  • Erste Reaktion beziehungsweise Kommentar einer Vertretung der Stadt
  • Vereinbarung konkreter nächster Schritte zwischen Vertretungen der jungen Menschen und der Stadt

Informeller Abschluss

  • Gelegenheit zur Vernetzung und für Einzelgespräche

Medien (lokal und/oder jugendorientiert) ​

Lokale Medien oder Medienangebote, die sich an junge Menschen richten, sind hervorragende Kanäle, um Erkenntnisse aus „Co-Creating Our City“ einem breiteren Kreis junger Menschen in der Stadt zugänglich zu machen. Die Einbindung lokaler und jugendorientierter Medien kann helfen, Druck auf städtische Verantwortliche aufzubauen oder aufrechtzuerhalten, um Wirkung zu erzielen, und den Rückkoppelungskreislauf zu schließen, wenn nach Projektende Veränderungen umgesetzt werden.

Lokale Medien oder Medienangebote, die sich an junge Menschen richten, sollten bei der Kommunikation der Projektergebnisse einbezogen werden. Darüber hinaus können sich Kommunikationsmöglichkeiten innerhalb des Projekts auch aus der Dokumentation des Prozesses und der Workshops ergeben, etwa dem Kick-off, Aufrufen zur Teilnahme am Projekt oder an der Forschung, der Wirkung der Ergebnisse oder persönlichen Erfahrungen der Teilnehmenden.

Die Teilnehmenden können auf Grundlage ihres eigenen Mediennutzungsverhaltens wertvolle Hinweise auf geeignete Kanäle und Medienangebote geben (etwa Jugendmedien, relevante Diskussionsforen oder Social-Media-Plattformen, sogar lokale Social-Media-Influencer*innen). Möglicherweise sind die jungen Mitforschenden selbst Teil einer Jugendredaktion oder arbeiten an einer Schülerzeitung, in der Zusammenfassungen der Ergebnisse platziert werden könnten.

Ideen für jugendorientierte Medienangebote

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