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Verbindlichkeit und Kommunikation ​

Der Aufbau starker Beziehungen bildet die Grundlage für den Erfolg eines „Co-Creating Our City“ -Projekts. Die Beziehungen zu den Mitforschenden müssen verlässlich, respektvoll und partizipativ sein. Das bedeutet, dass junge Menschen und Entscheidungsträger*innen nicht nur als Teilnehmende ernst genommen werden, sondern auch als aktive Partner*innen und Mitforschende.

Der Citizen-Science-Ansatz des Projekts ist ambitioniert und erfordert von den Mitforschenden einen beträchtlichen Zeitaufwand. Diese Verbindlichkeit und der zeitliche Umfang, den die Mitforschenden für ihre Beteiligung am Projekt einplanen sollen, sollten zu Beginn klar kommuniziert werden. Die Teilnahme am Projekt bedeutet, an allen Workshops teilzunehmen und sich auch zwischen den Workshops aktiv an den Forschungsaktivitäten zu beteiligen. Wie stark einzelne Mitforschende im Verlauf des Projekts eingebunden sind, kann sich verändern und hängt von der Größe der Gruppe der Mitforschenden sowie vom Umfang und Forschungsdesign des Projekts ab.

Zwischen den Gruppenmitgliedern sollten klare Vereinbarungen bezüglich der Teilnahme getroffen werden:

  • Wie hoch ist der erforderliche Mindesteinsatz bzw. der erforderliche Zeitaufwand?
  • Wer verfügt über welche Fähigkeiten und Kompetenzen, die er einbringen kann?
  • Welche Meilensteine wollen wir erreichen und wann?

Diese Fragen sollten mit der Gruppe der Mitforschenden besprochen und im Verlauf des Projekts regelmäßig erneut aufgegriffen werden. Gleichzeitig ist es wichtig, flexibel zu bleiben und die persönlichen Umstände der Teilnehmenden zu berücksichtigen. Eine gute Dokumentation der Workshops, beispielsweise durch schriftliche Notizen, digitale Pinnwände oder Videoaufzeichnungen, ermöglicht es den Teilnehmenden, Inhalte nachzuholen, die sie verpasst haben. Bei Bedarf können die Workshop-Moderator*innen anbieten, die Inhalte telefonisch oder in einem Online-Treffen gemeinsam durchzugehen.

Eine kontinuierliche Kommunikation ist wichtig, damit die Teilnehmenden im Verlauf des Projekts über die aktuellen Entwicklungen informiert bleiben. Am besten eignet sich dafür eine Plattform, die die Teilnehmenden auch in ihrem Alltag nutzen. Viele junge Menschen bevorzugen Messenger-Apps auf dem Smartphone gegenüber E-Mails. Nach Rücksprache mit den Teilnehmenden in Charlotte entschied sich die Gruppe für GroupMe, eine App, bei der keine Telefonnummern unter Minderjährigen geteilt werden. Die Teilnehmenden in Düsseldorf entschieden sich für WhatsApp. Beide Gruppen nutzten Google Drive als einfache und kostenlose Plattform, um Inhalte zu dokumentieren und zu teilen. Welche Plattform am besten geeignet ist, sollte die jeweilige Gruppe entsprechend ihrer Bedürfnisse entscheiden.