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Vertreter*innen in der Stadtverwaltung zum Handeln auf Grundlage der Forschungsergebnisse bewegen ​

Ein schriftlicher Bericht oder eine Präsentation ​

Entscheidungsträger*innen benötigen einen umfassenden Überblick über die Forschungsergebnisse und die Methodik als Grundlage für die Entwicklung und Umsetzung von Lösungen. Am besten geschieht dies über eine schriftliche Zusammenfassung oder einen Ergebnisbericht, da dieser Vertreter*innen in der Stadtverwaltung eine klare und glaubwürdige Übersicht über die Forschung liefert, die sie nutzen können, um die Erkenntnisse zu verstehen, mit Kolleg*innen, Förderorganisationen oder Partnerorganisationen zu teilen und Entscheidungen zu begründen. Verantwortliche benötigen häufig Unterlagen, um ihre Entscheidungen intern (gegenüber Mitarbeitenden oder Fachbereichen) und extern (gegenüber der Öffentlichkeit, den Medien oder anderen politischen Akteur*innen) zu untermauern. Schriftliche Berichte können komplexe Daten zu umsetzbaren Erkenntnissen verdichten und helfen Entscheidungsträger*innen so, zentrale Themen und Implikationen schnell zu erfassen und mit anderen zu teilen.

Berichte können als schriftlicher Bericht oder als kommentierte Präsentation vorgelegt werden. Dabei ist zu bedenken, dass Berichte oder Präsentationen genutzt werden können, um Mitarbeitende der Stadtverwaltung, Förderorganisationen oder Partnerorganisationen zu informieren, ohne dass die Mitforschenden dabei die Möglichkeit haben, weiteren Input zu geben. Das bedeutet, dass Berichte, Präsentationen oder Datenvisualisierungen klar, professionell und weitgehend selbsterklärend gestaltet sein sollten.

Berichte können Ergebnisse, Dateneinblicke, Empfehlungen und Ideen enthalten, die hilfreich sein können, um Erkenntnisse in konkrete Maßnahmen oder Programme zu überführen. Eine schriftliche Dokumentation schafft zudem Transparenz und erleichtert es, den Fortschritt nachzuverfolgen oder Entscheidungen zu möglichen Lösungen später erneut aufzugreifen.

Briefings ​

Briefings, in denen Mitforschende ihre Ergebnisse Entscheidungsträger*innen erläutern, sind entscheidend, um Wirkung zu erzielen, da sie die Ergebnisse überzeugender und einprägsamer machen und schwerer zu ignorieren sind.

Zum einen, wenn Mitforschende ihre Ergebnisse den Entscheidungsträger*innen selbst präsentieren, verdeutlicht das, dass Ergebnisse der „Co-Creating Our City“-Projekte von jungen Menschen und ihren Communities vorangetrieben und nicht von außen aufgezwungen wurden. Diese direkte Beteiligung zeigt Entscheidungsträger*innen, dass junge Menschen und die Community engagiert sind, was Handlungsdruck erzeugen kann.

Zum anderen wirken Empfehlungen lebendiger und verwurzelt in echten Erfahrungen, wenn man direkt von jenen hört, die am Projekt beteiligt und von den Themen betroffen waren. Mitforschende verfügen über tiefe Einblicke in den Kontext und die Bedürfnisse hinter den Empfehlungen und helfen Verantwortlichen so, das „Warum" hinter den Empfehlungen besser zu verstehen. Persönliche Geschichten und Perspektiven aus erster Hand können Entscheidungsträger*innen auf eine Weise erreichen, die schriftliche Berichte allein oft nicht leisten können.

Unterstützende Personen des Projekts, etwa engagierte Fürsprechende innerhalb der Stadtverwaltung oder des Stadtrats, sind wichtige Türöffner*innen für persönliche Treffen oder Briefings. Sie können wichtige Kontakte identifizieren oder Termine für Treffen organisieren und vereinbaren. In Düsseldorf erhielten die Mitforschenden beispielsweise einen offiziellen Tagesordnungspunkt im Jugendhilfeausschuss. In Charlotte informierten die Organisierenden mehrere städtische Fachbereiche über relevante Ergebnisse und entwickelten gemeinsam mit einigen davon Ideen zur Verbesserung der Jugendbeteiligung.

Fallbeispiel: Wie das „Co-Creating Our City“-Pilotprojekt in Düsseldorf Ergebnisse kommunizierte, um Wirkung zu erzielen

In Düsseldorf stellte das Projektteam gemeinsam mit ausgewählten Mitforschenden die Projektergebnisse im Rahmen einer Sitzung des Jugendhilfeausschusses der Stadt Düsseldorf vor. Dieses Gremium erarbeitet Vorschläge und trifft Entscheidungen zu Fragen der Jugendbeteiligung an städtischen Entscheidungsprozessen und tagt regelmäßig, um Themen zu besprechen, die Kinder und Jugendliche betreffen. Der Ausschuss setzt sich sowohl aus gewählten Vertreter*innen als auch aus Vertreter*innen verschiedener Organisationen zusammen, die sich mit dem Wohl, der Beteiligung und der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen befassen.

Gemeinsam mit einigen der Mitforschenden stellte das Projektteam das Projekt vor und teilte die wichtigsten Ergebnisse. Dabei war es wichtig, dass einige der jungen Mitforschenden selbst bei der Ausschusssitzung auftraten. Sie wirkten nicht nur an der Präsentation mit, sondern machten die Ergebnisse in der anschließenden Diskussion auch anhand ihrer eigenen gelebten Erfahrung greifbar.

Diese Zusammenarbeit mit einem offiziellen Gremium innerhalb des Stadtrats erwies sich als wertvolle Erfahrung, um Wirkung zu erzielen. Die Ergebnisse wurden den Mitgliedern des Stadtrats vermittelt, die am besten in der Position sind, auf Grundlage der vorgelegten Erkenntnisse Vorschläge zu machen und Entscheidungen zu treffen. Zugleich zeigte sich dabei, wie sehr den jungen Teilnehmenden das Projekt am Herzen lag und wie reflektiert sie über ihre eigenen Beiträge sprachen. Ihre aktive Präsenz sorgte dafür, dass sie als Teil des Prozesses ernst genommen wurden, und trug so zu einem Kulturwandel innerhalb des Ausschusses als Entscheidungsgremium bei.

In Charlotte stellte die Projektleitung nach der öffentlichen Veranstaltung eine Zusammenfassung der Ergebnisse für die breitere Verbreitung zusammen. Städtische Teilnehmende arbeiten daran, einige der Ideen umzusetzen und die Machbarkeit weiterer Ideen in den kommenden Monaten im Rahmen des neuen Office of Youth Opportunity zu prüfen.