Planung der Dauer und des Zeitplans deines Projekts
Die Dauer von „Co-creating our City“ -Projekten kann je nach Zielsetzung und Umfang des jeweiligen Projekts variieren. Wenn es darum geht, ein bestimmtes Problem anzugehen oder ausschließlich mit einem einzigen Fachbereich der Stadtverwaltung zusammenzuarbeiten, sollte ein sinnvoller Prozess in der Regel mindestens vier bis sechs Monate dauern. Dieser Zeitraum ermöglicht die Gewinnung von Mitforschenden, den Aufbau von Beziehungen, die Planung, Durchführung und Auswertung der Forschung sowie die Entwicklung und Weitergabe von Ideen und Lösungen auf Grundlage der Forschungsergebnisse.
Umfassendere Projekte, die darauf abzielen, stadtweite Entscheidungen zu beeinflussen und dauerhafte Veränderungen im Bereich der Jugendbeteiligung zu verankern, profitieren möglicherweise von einem Zeitrahmen von 9 bis 12 Monaten. Die Zeitplanung sollte sorgfältig auf wichtige Termine abgestimmt werden: das Schuljahr (unter Vermeidung von Prüfungszeiträumen und Schulferien), politische Zeitpläne (z. B. Wahlen, Haushaltsplanungszyklen, Ratssitzungen) sowie große städtische Veranstaltungen, die entweder mit dem Projekt konkurrieren oder es ergänzen könnten.
Bei einem Projekt mit einer Laufzeit von neun bis zwölf Monaten kann der Beginn des Schuljahres eine gute Gelegenheit bieten, mit einer Gruppe junger Menschen zusammenzuarbeiten. Gleichzeitig kann es zu Herausforderungen kommen, wenn Workshops und Forschungsaktivitäten mit wichtigen Prüfungsterminen, Ferienzeiten, politischen Ereignissen oder größeren Veranstaltungen in der Stadt zusammenfallen.
Bei kürzeren Projekten kann es sinnvoll sein, die Aktivitäten in die Sommerferien zu legen. So haben junge Menschen an weiterführenden Schulen oder in der beruflichen bzw. weiterführenden Ausbildung mehr zeitlichen Spielraum, um sich zu beteiligen. Gleichzeitig besteht jedoch das Risiko, dass sowohl junge Menschen als auch Entscheidungsträger*innen in dieser Zeit weniger verfügbar sind.
Entscheidend ist, einen flexiblen Zeitplan zu erstellen und diese Faktoren von Anfang an zu berücksichtigen. So kann eine kontinuierlichere Beteiligung gewährleistet, die Möglichkeiten zur Einflussnahme bestmöglich genutzt und die zeitlichen Einschränkungen der beteiligten Mitforschenden berücksichtigt werden.
Fallstudie: Beispiel für einen Aktivitätenplan im Pilotprojekt „Co-Creating Our City“ in Düsseldorf
| Monat | Geplante Aktivitäten | Beteiligte Akteur*innen |
|---|---|---|
| Mai–Sep. 2024 | Projektaufbau, einschließlich Gewinnung und Schulung von Mitforschenden zu Citizen Scientists | Projektteam, Fördernde oder Sponsor*innen und städtische Behörden |
| Okt. 2024–März 2025 | Citizen-Science-Forschungsphase, begleitet von einer eigens dafür zuständigen forschenden Person in jeder Stadt | Projektteam und Mitforschende |
| Mai–Jun. 2025 | Abschlussveranstaltung | Projektteam, Mitforschende, städtische Behörden, breitere Öffentlichkeit |
| Sep.–Okt. 2025 | Aktivitäten zur Verbreitung der Ergebnisse | Projektteam, ausgewählte Mitforschende |